Selbsthilfegruppe Morbus Sudeck Meißen
 

Krankheitsverlauf und soziale Folgen

Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, oder die Wirkung der angewandten Behandlung ausbleibt, sind im Krankheitsverlauf in der Regel 3 Stadien auffällig:
 
Im Stadium I entsteht zunehmend eine Rötung und Schwellung des betroffenen Bereiches, meist begleitet von starken Schmerzen in Ruhe und bei Bewegung. Die Haut ist glänzend und kann rötlich bis bläulich verfärbt sein. Dieses Erscheinungsbild einer Entzündung wird nicht durch Krankheitserreger hervorgerufen, sondern durch eine regionale Durchblutungs- und Ernährungsstörung.
 
Im Stadium II geht die Schwellung zurück, die Hautfarbe wird blasser (livide), die Beweglichkeit wird zunehmend eingeschränkt und der Bewegungsschmerz prägt sich aus.
Im Gewebeaufbau der Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke treten Veränderungen auf (Dystrophie). Im Röntgenbild sind Anzeichen der mangelhaften Ernährung der Knochensubstanz nachweisbar (fleckenförmige Entkalkung).
 
Im Stadium III tritt weitgehende Verminderung der Beweglichkeit und Versteifung der Gelenke auf, die bis zum Verlust der Funktionsfähigkeit der Hand oder des Fußes fortschreiten können.
Die Schmerzen lassen meist deutlich nach oder verschwinden vollständig. Auffällig ist der Abbau von Gewebesubstanz der Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke sowie Schädigung der Nerven (Atrophie).
 
Die Übergänge von einem Stadium in das nächste sind fließend und häufig nicht deutlich zu erkennen. Auch der Verlauf der Krankheit ist nicht immer gleich.
Die Folge dieser Krankheitsentwicklung ist eine erhebliche Minderung der Lebensqualität des Patienten, eventuell sogar dessen Erwerbsunfähigkeit.